ASV Ebersbach-Weiler e.V.
Höhenweg 58
73054 Eislingen
Infos vom Fischereiverband:
http://vfg-bw.org
Und wieder hat sich die ASV Truppe als Initiator für einen Hochseetrip hervorgetan und diesen zum Ende Juni organsiert. Zu unserer Freude nahmen vom Lonseer
Partnerverein Werner und Sven die Chance wahr, die Reise mit zu begleitet und die Mannschaft auf acht Angler aufzufüllen. So traten vier Vereinsmitglieder und drei Freizeitangler die Reise am
Samstag, den 27. Juni 2026 morgens um 1 Uhr an. Ziel Mainfrankenpark, Dettelbach, um unseren achten Angler aus Österreich einzusammeln. Leider hat sich mal wieder gezeigt, dass man Treffen und
Absprachen kurz vor dem Eintreten der Ereignisse bestätigen muss – trotz Handy, Protokolle o.ä.. Nach vergeblicher Suchfahrt im und um den ganzen Rastplatz versuchten wir mit dem unauffindbaren Sohn
telefonisch Kontakt aufzunehmen. Funtionierte. Die Reaktion? Ein Rüffel für den nächtlichen Anruf mit anschließender Ernüchterung und Absage der Teilnahme.
So hatten wir ein Thema für die nächsten 1000 km bis Hirtshals in Dänemark.
Die späteste Ankunft sollte laut Veranstalter 17 Uhr sein. Und was soll ich sagen, es war ein Volltreffer. Auf die Minute und direkt zum Abendessen empfing uns der Sternekoch Kurt und kredenzte bei
Ankunft ein wundervolles Gericht.
Nachdem das Quartier auf der MS Jule bezogen und die Angelplätze verteilt waren, gab es gute Nachrichten. Am nächsten Morgen fuhren wir zum "gelben Riff" und konnten
nach dreistündiger Fahrt die ersten Fische anlanden. Auch tummelten sich neugierige Delphine um das Schiff und zogen nach der Erkenntnis, dass nichts zu holen ist, wieder ab. Vielleicht haben
sie sich anschließend für die zwei U Boote am Horizont interessiert?
Den langen und erfolgreichen ersten Angeltag, der zur Einstimmung mit wenig Wind und angenehmem Wellengang in die Kategorie „nehm ich immer wieder gerne“ eingereiht werden kann, ließ auf mehr
hoffen.
Die beiden nächsten Tage waren sonnig und leider zu windig. Wellen mit einer Höhe von ca. 1,3 bis 1,5 Meter ließen uns im Hafen verweilen und an der Mole Makrelen angeln, im Angelladen wieder Geld liegen zu lassen und beim Binokel Siegerteams zu erspielen. Und immer wieder wurde die Wartezeit durch sehr gute Gerichte abgerundet – danke Kurt. Ich wünsche Dir noch viele gesunde Jahre… Auch der Fisch zum Abendessen war ein Gedicht. Was konnten wir Dir gutes Tun? Stundenlanges Sendereinstellen an der auf dem Schiff installierten Sat Anlage, das Auffinden verlorener Sender und das Belegen bevorzugter Sendeplätze.
Einziger Wermutstropfen war das WM 16tel-K.O. Finale Deutschlandspiel gegen Paraguay, das bekanntlich zum Ausscheiden der Deutschen Nationalmannschaft im Elfmeterscheißen führte, Trainer Nagelmann den Job kostete und bei uns die Stimmung trübte. Unsere vielen Experten an Bord taten ihr Übriges.
Der vierte Tag war ein wieder ein spannender. Ab 5:30 Frühstück und um 7 Uhr legte das Schiff bei gesundem Wellengang wieder in Richtung „gelbes Riff“ ab. Unser
Jüngster an Bord konnte seine Standfestigkeit bei Seegang unter Beweis stellen - andere Mitstreiter hatten schon eher ihre Probleme.
Der Fang war wieder üppig, die LUV Seite, also die dem Wind zugewandte, brachte nachweislich mehr Erfolg durch mehr Fisch. Merke, da wo der Kurt ist, ist gut sein. Die LEE Seite zeichnete sich durch
viel Wasser an Bord aus.
Unsere Truppe war ausgesprochen harmonisch, sogar beim Karteln gab es keine Streitgespräche, Anfeindungen und erwartete Mobbinganfälle blieben aus. Dafür machte uns
die Rückfahrt mehr als aggressiv. Für die 1247 km nahm uns der Verkehr fast 17 Stunden reine Fahrzeit ab. Unfassbar viele Staus mit einzelnen Verzögerungen von 35 min zehrten an den Nerven. Sogar das
Sudhaus in Kassel wurde mit 90-minütiger Verspätung angefahren. Der ersehnte Einkehrschwung hat sich wieder gelohnt.
Gesund und munter kamen wir am Freitag, den 3.7. und 3:30 Uhr zuhause an. Und das ist ja – bis auf die kleinen materiellen Verluste wie Klappstuhl und Angel (das ist aber keine Geschichte für die
Öffentlichkeit), das Wichtigste. Sonne, Erholung, gutes Essen, Männergespräche und Säcke voller Fischfilets haben diesen Ausflug wieder zu einem der zu wiederholenden gemacht.
Oliver Tschirge